Artikel mit dem Tag ‘krähe’

14. Januar 2012 Krähen können auch rodeln

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Hier mal ein russisches Video, das zur Zeit ganz angesagt ist. Es zeigt eine Krähe, die von einem schneebedeckten Dach hinunterrodelt:

Selber habe ich dieses Verhalten auch schon beobachten können, damals war es ein ganzer Schwarm von Krähen, der sich im Neuschnee vergnügte. Pure Lust an der Freud!

25. April 2010 Krähen setzen das richtige Werkzeug ein

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Corvus moneduloides auf einer Briefmarke aus Neukaledonien

Corvus moneduloides auf einer Briefmarke aus Neukaledonien

Wie schon mehrfach hier in diesem Blog aufgezeigt, können Krähen recht komplexe Aufgaben lösen (hier und hier). Neuseeländische Forscher haben jetzt in einer Reihe von Experimenten nachgewiesen, dass Krähen solche Aufgaben auch in einem neuen Kontext lösen können und dabei in der Lage sind, abstrakte kausale Zusammenhänge zu erkennen.

Die Forscher hatten sieben Geradschnabelkrähen (Corvus moneduloides) aus Neukaledonien in der freien Wildbahn gefangen und sie für die Experimente eingesetzt. Die Vögel hatten die „Aufgabe“, an Futter zu kommen, indem sie zuerst ein bestimmtes Werkzeug erlangen mussten, mit dem sie ein zweites erreichen konnten, mit dem sie schließlich das Futter erhielten.

Der Versuchsaufbau sah folgendermaßen aus: Ein Fleischstück, das in einer Kiste mit Loch lag, musste mit Hilfe eines langen Stocks herausgeholt werden. Dieser Stock befand sich in einer Gitterbox und konnte nur mit einem weiteren kleineren Stock herausgeholt werden. Diesen kleinen Stock mussten die Vögel erst einmal von einer von der Decke hängenden Schnur lösen.

Einige der Krähen wurden schon in früheren Experimenten eingesetzt und kannten die Aufgabe schon, einen mit einer Schnur verbundenen Stock zu benutzen, um an Futter heranzukommen. Eine zweite Gruppe hatte zusätzlich schon Schnur oder Stock einzeln verwendet, um ein zweites Werkzeug zu erlangen. Diese Krähen mussten also „nur“ noch die einzelnen Handlungen gedanklich verbinden. Die Krähen aus der ersten Gruppe dagegen hatten ganz neue Verhaltensweisen zu erlernen. Das Resultat: Alle fortgeschrittenen Krähen konnten die Aufgabe problemlos im ersten Versuch lösen. Bei den Krähen der ersten Gruppe mussten aber einige ein paar Mal üben, bis ihnen dies auch gelang.

Die Krähen zeigten bei diesem Experiment die Fähigkeit, ein bestimmtes Werkzeug als Mittel zum Zweck einzusetzen, das in einem vorangegangenen Experiment zur direkten Nahrungsbeschaffung nutzlos war. Der Stock war dabei zu kurz, um an das Futter zu gelangen. Die Wissenschaftler werten dies deshalb als Zeichen für kognitive Fähigkeiten, die über ein simples Lernen durch Ausprobieren hinausgehen. Nötig sei eine bewusste Erkenntnis, dass der kurze Stock erst als Mittel geeignet ist, um an die begehrte Nahrung zu kommen.

Weitere Informationen zum Thema (leider nicht frei zugänglich):

Alex Taylor (University of Auckland) et al.: Proceedings of the Royal Society B, Onlinevorabveröffentlichung, doi:10.1098/rspb.2010.0285

15. September 2009 Krähen in der Werbung

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Und wenn wir schon bei Krähen in der Werbung sind, wie auch im vorangegangenen Blogpost, dann möchte ich folgende Fernsehwerbung nicht unterschlagen. Hier sind die Hauptdarsteller afrikanische Schildraben (Corvus albus):

14. September 2009 Japanische Krähen nutzen den Autoverkehr

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Wenn Krähen Nüsse öffnen wollen, dies aber mit dem Schnabel nicht gelingt, dann fliegen sie mit ihnen hoch in die Luft und lassen sie auf einen harten Boden fallen. Dabei beschränken sie sich natürlich nicht auf Felsen und ähnliches als Zielgebiet des Nussabwurfs, sondern nehmen generell jede harte Oberfläche dankbar an, die ihnen zur Verfügung steht. In der Stadt sind das naheliegenderweise die Straßen und Flachdächer von Häusern. Dieses Verhalten ist altbekannt und wird auch von verschiedenen anderen Vogelarten praktiziert. So zum Beispiel lässt der Bartgeier Knochen aus größerer Höhe auf Felsen fallen, damit sie zersplittern und er an ihr Inneres kommt.

Neu hingegen ist, dass japanische Krähen Autos als Nussknacker benutzen. Sie werfen die Nüsse auf die Straße, die anschließend von babypips.com den schweren Autos im Vorbeifahren geknackt wer babypips.com den . Im folgenden Ausschnitt aus einem Film von David Attenborough (BBC wildlife) ist zu sehen, dass sich die Krähen ganz gezielt Kreuzungen mit Ampeln ausgesucht haben, damit sie ungefährdet an den Inhalt der geöffneten Nüsse kommen, sobald die Autos vor der roten Ampel anhalten müssen.


Dieses Phänomen hat eine Werbeagentur umgesetzt und zum Thema eines TV-Spots für BMW gemacht:

13. August 2009 Krähen nutzen drei Werkzeuge hintereinander

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In immer neuen Experimenten weisen Forscher nach, dass Rabenvögel zu erstaunlichen geistigen Leistungen fähig sind. Unsere landläufige Meinung, dass Tiere im Allgemeinen mehr oder weniger bloß triebgesteuert sind und ihre Handlungen auf wenig bis gar keine zukunftsgerichtete Vorstellungskraft basieren, gerät damit zum Glück ins Wanken. Das Experiment, das diese Woche veröffentlicht wurde, beweist dies sehr eindrücklich.

Um an Futter zu gelangen, das von Forschern der Universität von Oxford unerreichbar in Röhren gelegt wurde, mussten Krähen drei verschiedene Werkzeuge nacheinander benutzen. Zwei dieser Werkzeuge waren dabei nicht offen verfügbar, sondern lagen ebenfalls unerreichbar in craigslistq.org Röhren. Ziel war es nun, mit dem ersten Werkzeug das zweite aus der Röhre zu holen und anschließend mit dem zweiten das dritte Werkzeug, mit dem schließlich das Futter hervorgeholt werden konnte. Einige Krähen lösten die Aufgabe gleich beim ersten Versuch, ohne vorher geübt zu haben.

Das Video zeigt Krähe Betty beim ersten Anlauf in der vierten Versuchsanordnung.

Wer weiterlesen will, findet hier die entsprechende Literatur:

07. August 2009 Die Krähe und der Wasserkrug

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Aesop hatte damals gut beobachtet, als er seine Fabel „Die Krähe und der Wasserkrug“ schrieb. Wie britische Forscher in einem Experiment nun zum ersten Mal nachgewiesen haben, sind Krähen tatsächlich in der Lage, den Wasserspiegel in einem Gefäß anzuheben, indem sie Steine hineinwerfen. Das taten die Krähen im Versuch natürlich nicht einfach nur zum Spaß, sondern weil sie an das auf dem Wasser schwimmende Futter gelangen wollten. Clever wie sie waren, benutzten die Krähen vor allem größere Steine, damit der Wasserspiegel schneller stieg.

Dass die Krähen gezielt größere Steine benutzen, um schneller an das Futter zu kommen, zeigt folgendes Video:

Wer weiterlesen will, findet hier die entsprechende Literatur: