Artikel mit dem Tag ‘japan’

13. April 2012 Mit Falken gegen die Krähen

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Japan scheint eine Krähenplage zu haben. Zumindest in gewissen Medien wurde das behauptet und in letzter Zeit wieder hervorgekramt. Ist jetzt schon saure Gurkenzeit? Wie dem auch sei, auch in Japan rätselt man, weshalb sich die Krähen in den letzten Jahren so stark vermehren konnten. Eine naheliegende Antwort scheint auch dort die steigende Menge des Abfalls zu sein. Immer mehr Müllsäcke mit Essensresten werden vor die Haustür gestellt, was für die Krähen ein reich gedeckter Tisch darstellt. Zudem ist es in den Städten meistens wärmer als auf dem Land und auch die natürlichen Feinde sind weniger häufig.

In verschiedenen Städten gehen die Behörden jetzt auf die Jagd nach den Krähen, versuchen sie in Fallen zu fangen oder ihre Nester zu zerstören. Doch genau wie in Europa auch scheinen alle Maßnahmen wenig zu fruchten. Die Krähen sind schlauer als gedacht und haben sogar angefangen, „falsche“ Nester zu bauen, um die Verfolger zu verwirren.

Eine wohl sinnvollere Methode wird in Takeo City angewendet. Dort werden die Krähenschwärme von einer Falknerin bei Bedarf verscheucht. Das Besondere daran: die Falknerin ist erst 17-jährig und geht noch zur Schule. Sie ist hübsch und macht einen guten Job: Ein gefundenes Fressen für Journalisten… Der folgende Videobericht ist natürlich auf Japanisch, aber dennoch gut verständlich!


bird von damasareta

Wer weitere Infos möchte, wird hier fündig:

29. Januar 2010 Mit Bienen gegen Krähen

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Abfalleimer mit Netzen vor Krähen geschützt (flickr/Nemo's great uncle)

Abfalleimer mit Netzen vor Krähen geschützt (flickr/Nemo's great uncle)

Nicht nur in der Schweiz wird immer wieder von einer „Krähenplage“ gesprochen, sondern auch in vielen anderen Ländern. So auch in Japan, wo Krähen immer mehr auch als Bedrohung für einheimische Vogelarten wahrgenommen werden. In einem Artikel im „newsbento“ bin ich auf eine Idee der Tokyoter Behörden gestoßen, wie Krähen auf biologischem Weg bekämpft bzw. vertrieben werden sollen. Eine Idee, die vielleicht auch hierzulande ausprobiert werden sollte.

Die mögliche Lösung der „Krähenplage“ sind Honigbienen, denn diese greifen offenbar die Krähen an. Wie vieles ist auch diese Entdeckung ein Produkt des Zufalls. Eigentlich wollte man auf Tokyos Stadtdächern Bienen ansiedeln, um Honig zu produzieren. Dabei wurde bemerkt, dass die Bienen die schwarzen Vögel angreifen, um ihre Bienenstöcke zu verteidigen. Vögel mit hellem Gefieder hingegen wurden in Ruhe gelassen. Die Behörden setzen jetzt diese Methode erfolgreich zum Schutz der Gelege der gefährdeten (weißen) Zwergseeschwalben ein.

14. September 2009 Japanische Krähen nutzen den Autoverkehr

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Wenn Krähen Nüsse öffnen wollen, dies aber mit dem Schnabel nicht gelingt, dann fliegen sie mit ihnen hoch in die Luft und lassen sie auf einen harten Boden fallen. Dabei beschränken sie sich natürlich nicht auf Felsen und ähnliches als Zielgebiet des Nussabwurfs, sondern nehmen generell jede harte Oberfläche dankbar an, die ihnen zur Verfügung steht. In der Stadt sind das naheliegenderweise die Straßen und Flachdächer von Häusern. Dieses Verhalten ist altbekannt und wird auch von verschiedenen anderen Vogelarten praktiziert. So zum Beispiel lässt der Bartgeier Knochen aus größerer Höhe auf Felsen fallen, damit sie zersplittern und er an ihr Inneres kommt.

Neu hingegen ist, dass japanische Krähen Autos als Nussknacker benutzen. Sie werfen die Nüsse auf die Straße, die anschließend von babypips.com den schweren Autos im Vorbeifahren geknackt wer babypips.com den . Im folgenden Ausschnitt aus einem Film von David Attenborough (BBC wildlife) ist zu sehen, dass sich die Krähen ganz gezielt Kreuzungen mit Ampeln ausgesucht haben, damit sie ungefährdet an den Inhalt der geöffneten Nüsse kommen, sobald die Autos vor der roten Ampel anhalten müssen.


Dieses Phänomen hat eine Werbeagentur umgesetzt und zum Thema eines TV-Spots für BMW gemacht: