Artikel mit dem Tag ‘jagd’

17. August 2011 Raben auf Schloss Landshut

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Flyer zur Sonderausstellung

Noch bis zum 16. Oktober 2011 ist im Schloss Landshut in Utzenstorf, Kt. Bern, die kleine, aber sehenswerte Sonderausstellung «Raben – Schlaue Biester mit schlechtem Ruf» zu sehen. Diese Wanderausstellung, die von den Naturmuseen Olten und St. Gallen konzipiert wurde, war schon in verschiedenen Museen der Schweiz und in Deutschland zu sehen und macht jetzt Halt im Schweizer Museum für Wild und Jagd.
Im Dachgeschoss des Schlosses werden die zehn in der Schweiz heimischen Rabenvogel-Arten ausführlich portraitiert. Zudem sind verschiedene Exponate zu sehen, die sich mit der Lebensweise der Rabenvögel befassen und auch kulturgeschichtliche Aspekte beleuchten. Speziell wird auf das ambivalente Verhältnis der Menschen mit diesen Vögeln und die Gründe für unsere Konflikte mit ihnen hingewiesen. Eine im Museum erhältliche Broschüre fasst Fotos und Ausstellungstexte zusammen und ergänzt den Museumsbesuch.

Hier der Link zum Schloss Landshut mit allen relevanten Informationen

25. September 2010 Und es wird weiter geschossen…

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Eidgenössische Jagdstatistik 2009

Screenshot der Eidgenössischen Jagdstatistik 2009

Passend zum vorangegangenen Artikel ein weiterer Beitrag zum Thema Jagd. Kürzlich wurden die neuesten Zahlen der eidgenössischen Jagdstatistik veröffentlicht. Auf der sehr interessanten Webseite wird fein säuberlich aufgezeichnet, was die Jäger in der Schweiz (offiziell) jedes Jahr zur Strecke gebracht haben. Uns interessiert vor allem der Abschnitt „Jagdbare Vögel“ und dort der Unterabschnitt „Rabenvögel“. Hier kann man nun nachlesen, dass im Jahr 2009 im Ganzen 15115 Rabenvögel geschossen wurden. Die größte Gruppe davon bilden die Rabenkrähen mit 10563 getöteten Vögeln, also mehr als zwei Dritteln. Auf Platz zwei dieser unrühmlichen Rangliste finden sich die Eichelhäher mit 2675, auf Platz drei dann die Elstern mit 1852 Tieren. Weitere Rabenvögel scheinen den Jägern nicht zum Opfer gefallen zu sein. Zählt man aber diese Zahlen zusammen, erhält man bloß 15090 Tiere. Es fehlen noch 25… Vor allem aber fällt auf, dass seit vier Jahren deutlich weniger Rabenvögel erlegt werden als in den Jahren zuvor. Zweitens finden sich keine Kolkraben in der Statistik für 2009, von denen doch ein Jahr zuvor noch 407 Tiere geschossen wurden. Hoffen wir, dass hier nicht noch Zahlen nachgeliefert werden.
Wenn man ein wenig auf dieser Webseite rumklickt und die verschiedenen Optionen ausprobiert, findet man noch etwas weiteres Interessantes: eine Statistik nach Kantonen. Unrühmliche Spitzenreiter in der Rabenvogelabschussrangliste sind die beiden Kantone Zürich und Aargau. Das Schlusslicht mit einer einzigen geschossenen Rabenkrähe bildet Basel-Stadt.

25. August 2010 Bestätigt: Jäger sind dumm!

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In der Celleschen Zeitung ist online ein Artikel zu finden, der darauf hinweist, dass der Hegering Celle im August dieses Jahres eine revierübergreifende Jagd zum Schutz von Singvögeln und Ernteerträgen durchführt (alle Zitate aus dem Artikel kursiv). Teile der Krähen-, Elster- und Ringeltaubenpopulation sollen zur Strecke gebracht werden, so die Zeitung. Völlig unkommentiert und ohne nachzufragen wird dann ein gewisser Hans Goller vom Hegering zitiert, weshalb Jagd auf diese Vögel gemacht wird: Rabenkrähen seien […] für erheblichen Schaden unter bodenbrütenden Singvögeln auch auf der Roten Liste verantwortlich, deren Nester sie plündern. Aha. Wären Rabenkrähen tatsächlich so plünderisch, wären die anderen Singvögelchen schon viel früher ausgestorben. Hauskatzen sind bekanntermaßein ein viel größeres Problem, ganz abgesehen von der durch die moderne Landwirtschaft leergeräumten Landschaft, die immer weniger geeignete Bruthabitate der gefährdeten Vogelarten bietet.

Doch das Hammerargument für die Jagd kommt erst noch. Das Ziel des jagdlichen Eifers sind diesmal die Elstern: Im Herbst lässt sich zudem noch etwas erstaunliches beobachten. Dann schließen sich regelrechte Jungvogeltrupps von 30 bis 50 Tieren zusammen und arbeiten sich systematisch durch Hecke um Hecke, Baum um Baum und räumen die Nester dort leer. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: IM HERBST WERDEN DIE NESTER LEERGERÄUMT! Im HERBST, wenn kein Nest mehr besetzt ist, kommen die bösen Elstern und holen sich die gefährdeten Singvögelchen.

Fazit: Jäger sind dumm. Sie haben von Biologie bzw. Ornithologie keine Ahnung und verwechseln Hege mit Naturschutz.

PS: Ich kenne auch intelligente Leute, die jagen. Aber die nennen sich nicht Jäger.

Hier der Online-Artikel in der Celleschen Zeitung. Leider ist kein Datum ersichtlich.