Artikel mit dem Tag ‘illustration’

07. Februar 2010 Rabenvögel auf dem Buchumschlag (5)

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Daniel Stenmans und Michael Hübbeker: Die Femeiche

Daniel Stenmans und Michael Hübbeker: Die Femeiche

Wenn schon Erwachsene daran glauben sollen, dass Rabenvögel als Buchillustration fast immer für etwas „Unheimliches“ stehen, müssen natürlich Kinder und Jugendliche schon früh dahingehend erzogen werden. Deshalb zur Abwechslung mal ein Jugendbuch: Die Femeiche von Daniel Stenmans und Michael Hübbeker, erschienen bei Ueberreuter. Der Rabe auf dem Umschlag scheint in diesem Zusammenhang nicht ganz unpassend , denn das reale Vorbild der literarischen Femeiche, ist eine Eiche, die der Legende nach vor 2000 Jahren dem Gott Odin als Gerichtsstätte gedient hat. Bekanntlich waren die Raben Hugin und Munin die Begleiter von Odin, weshalb auch die Femeiche „Ravenseiche“ genannt wird. Tatsächlich schwanken die Altersangaben zum Baum zwischen 650 und 1500 Jahren. Zu finden ist er im Dorf Erle in Nordrhein-Westfalen. Wer mehr über diesen speziellen Baum wissen möchte, findet auf Wikipedia ausführlich Auskunft.

Zurück zum Buch, von dem es auch eine Hörbuch-Ausgabe gibt. Verlagstext: »In diesem interaktiven Roman trifft der Leser die Entscheidungen für den jungen Protagonisten Sven. Eines Nachts streikt sein Auto – ausgerechnet bei dem Dorf Erle, wo auf einer 2000 Jahre alten Eiche ein schrecklicher Fluch lastet. Die Toten erheben sich, und Sven muss verhindern, dass eine junge Frau, die seiner Freundin Lara täuschend ähnlich sieht, hingerichtet wird.«

26. Dezember 2009 Rabenvögel auf dem Buchumschlag (4)

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Charles Lewinsky: Doppelpass

Charles Lewinsky: Doppelpass

Eigentlich habe ich erwartet, dass vor allem auf Krimi-, Grusel-, Fantasy- oder Horrorbücher Rabenvögel auf dem Umschlag zu finden sind. Aber es gibt auch Illustrationen, die auf ganz „seriösen“ Büchern prangen. Zumindest auf einem, nämlich dem neuen Buch von Charles Lewinsky, Doppelpass: Ein Fortsetzungsroman, erschienen bei Nagel & Kimche. Zum Inhalt schreibt der Verlag: »In der Weltwoche [ausgerechnet…] schreibt Charles Lewinsky derzeit einen Roman in fünfzig Folgen, über einen Fußballstar und einen illegalen Immigranten – und darüber, wie Scharfmacher in Politik und Boulevardpresse mit beiden umgehen. Hintersinnig und scharfzüngig nimmt Lewinsky, der unter anderem mit seinem Roman „Melnitz“ zu einer wichtigen Stimme der Gegenwartsliteratur in der Schweiz geworden ist, unsere offenen und versteckten Vorurteile aufs Korn.«

Martina André: Die Teufelshure

Martina André: Die Teufelshure

Damit die Freunde von Mystery-Literatur auch auf ihre Kosten kommen, hier noch ein weiteres Fundstück zum Thema: Die Teufelshure von Martina André, erschienen bei Rütten & Loening.
Verlagstext: »Schottland im Jahr 1641. John Cameron – ein Highlander – verliebt sich in die rothaarige Madlen MacDonald, obwohl es heißt, sie sei die Mätresse eines zwielichtigen Lords. Nach einer Liebesnacht wird John ins Gefängnis gesteckt. Dort erfährt er, dass Madlens Lord Häftlinge kauft, um an ihnen Experimente durchzuführen.
Edinburgh, 2009. Die Biologin Liliane von Stahl versucht, den Erinnerungscode in menschlichen Genen zu entschlüsseln. Bei einem Selbstversuch sieht sie einen Mann in altertümlicher Kleidung vor sich. Als er wieder erwacht, hat sie zwei Worte im Gedächtnis: Madlen MacDonald. Auf der Suche nach ihr gerät sie in ein altes Herrenhaus und steht plötzlich vor John Cameron, dem Mann aus ihrer Vision. Welches Geheimnis hütet der Schotte? Und warum behauptet er, nun sei sie plötzlich in großer Gefahr?«

Übrigens ganz auffällig: Beide Bücher sind in den Farben Rot, Schwarz und Weiß gehalten!

04. Dezember 2009 Rabenvögel auf Filmplakaten (1)

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DVD-Cover

DVD-Cover

Nicht nur für Buchumschläge werden Rabenvögel gerne als Motiv genommen, wenn es darum geht, Tod und Verderben, Unheimliches und Grusliges im Allgemeinen möglichst eindrücklich als Kaufanreiz für potenzielle Kunden darzustellen. So ist denn auch auf dem Cover der DVD zur vierten Staffel der US-amerikanischen TV-Serie „Six Feet Under„, in der es um ein Bestattungsunternehmen geht, ein Rabe anzutreffen. Übrigens sehr schön gemacht mit dem Baum, der sich im Auge des Vogels spiegelt.

Der Vogel spielt in der Titelsequenz der Serie eine Hauptrolle. Wie die Macher der Serie auf der Internetseite verraten, handelt es sich bei diesem Raben und einen zahmen afrikanischen Schildraben (Corvus albus), dessen Brust schwarz eingefärbt wurde. In den USA ist es offenbar verboten für komerzielle Zwecke einheimische Krähen zu filmen, weshalb auf den Schildraben ausgewichen wurde. Warum überhaupt ein Rabenvogel darin vorkommt, erklärt Alan Poul so: «Every effects house had to come in with some kind of deathrelated imagery. But the crow seemed like something that was not so literally tied to the show and not overly macabre, but so evocative of the darker feelings the show would conjure up.»

Aus diesem Grund ziert natürlich der Vogel auch die offizielle Homepage der Serie auf HBO:

Screenshot der Six-Feet-Under-Homepage

Screenshot der Six-Feet-Under-Homepage

17. Oktober 2009 Rabenvögel auf dem Buchumschlag (3)

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Thalia-Herbstprospekt 2009

Thalia-Herbstprospekt 2009

Nicht, dass es nichts anderes über Rabenvögel zu berichten gäbe, aber im Moment findet bekanntlich die Frankfurter Buchmesse statt, weshalb dieses Thema brennend aktuell ist. Heute habe ich auch einen Prospekt der Buchhandelskette „Thalia“ zu sehen bekommen, auf deren Titelseite – was wohl – ein Rabe abgebildet ist. Thema des Prospekts ist Spannung: «Neue fesselnde Krimis und packende Romane». Immer wieder spannend finde ich auch die Verbindung der Krimi-, Fantasy- und Mystery-Literatur mit den Darstellungen von Rabenvögeln. Es scheint, dass Rabenvögel immer noch stellvertretend für das „Unheimliche“ und „Böse“ stehen.

Hier also meine heutige Ausbeute (gefunden im Thalia-Prospekt):

Tana French: Grabesgrün

Tana French: Grabesgrün

1. Tana French: Grabesgrün. Fischer Taschenbuch Verlag

Verlagstext:
»Was ich Ihnen sagen will, ehe ich mit meiner Geschichte anfange, ist zweierlei: Ich sehne mich nach der Wahrheit. Und ich lüge.«
Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob Ryan und Cassie Maddox verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren. Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat – im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte …

Ulrich Ritzel: Beifang

Ulrich Ritzel: Beifang

2. Ulrich Ritzel: Beifang. btb-Verlag

Verlagstext:
Der ausgediente Kriminalbeamte Hans Berndorf bekommt den Auftrag, private Ermittlungen zu dem Mord an einer jungen Frau zu führen, deren Ehemann als anscheinend bereits überführter Täter in Ulm vor Gericht steht. Doch als Berndorf eintrifft, ist sein Auftraggeber – der Verteidiger des Angeklagten – tot, auf dem Hauptbahnhof von einem Güterzug überrollt. Hat er Selbstmord begangen oder ist er vor den Zug gestoßen worden? Das ist nicht die einzige Frage, vor der Berndorf steht. Vor seinem Tod war der Anwalt wiederholt in heftige Auseinandersetzungen mit dem Vorsitzenden Richter geraten, weil ein seiner Ansicht nach für das Verfahren entscheidendes Beweisstück spurlos verschwunden ist: ein Schmuck, den die ermordete junge Frau getragen hatte. Dieser Schmuck – eine Goldkette mit einem breiten Ring, auf dem in Miniatur das biblische Motiv des Sündenfalls eingearbeitet war – führt Berndorf weit über seinen ursprünglichen Auftrag hinaus. Er stößt auf allerhand Merkwürdigkeiten – eine davon ist, dass der tote Anwalt und der Vorsitzende Richter entgegen dem Anschein, den sie in der Verhandlung geweckt hatten, seit vielen Jahren gute Bekannte waren. In dem Dickicht von alltäglichen Verstrickungen, von Lügen und Niedertracht, das Berndorf freizulegen versucht, stößt er schließlich auf das Verbrechen, das vor Jahrzehnten am Anfang von allem stand.

Michael Robotham: Dein Wille geschehe

Michael Robotham: Dein Wille geschehe

3. Michael Robotham: Dein Wille geschehe. Goldmann.

Verlagstext:
Der renommierte Psychotherapeut Joe O’Loughlin wird zu einem erschreckenden Vorfall gerufen: Im strömenden Regen steht eine Frau nackt auf der Clifton Bridge in Bristol, High Heels an den Füßen und ein Handy am Ohr. Auf Joes beschwichtigende Worte reagiert sie nicht, sondern springt direkt in den Tod – ferngesteuert und willenlos. Der erfahrene Psychologe Joe steht vor einem Rätsel. Wurde die Frau tatsächlich von ihrem Anrufer in den Selbstmord getrieben? Als wenige Tage später die Geschäftspartnerin der Toten erfroren aufgefunden wird, an einen Baum gekettet, unbekleidet und mit einem Handy zu ihren Füßen, hat Joe Gewissheit: Hier ist ein gefährlicher Psychopath am Werk, ein Experte für Menschenmanipulation, der die Seele seiner Opfer bricht. Weil der mysteriöse Unbekannte jedoch keine Spuren hinterlässt, bleibt Joe nur eines: Er muss seinen Freund und Vertrauten, den pensionierten Detective Vincent Ruiz um Hilfe bitten. Noch kann Joe nicht ahnen, dass er selbst ins Visier des Täters geraten ist …

PS: Hier scheint der gleiche Illustrator beschäftigt worden zu sein wie bei „Grabesgrün“…

Håkan Nesser: Mensch ohne Hund

Håkan Nesser: Mensch ohne Hund

4. Håkan Nesser: Mensch ohne Hund. btb-Verlag
Verlagstext:
Familie Hermansson hat sich versammelt, um zwei Geburtstage zu feiern: den 65. des gerade pensionierten Vaters Karl-Erik und den 40. der ältesten Tochter Ebba. Doch plötzlich verschwinden zwei Familienmitglieder spurlos, Sohn Walter und Enkel Henrik. Wurden Sie Opfer eines Verbrechens? Die scheinbar heile Familienwelt beginnt zu bröckeln – und Kommissar Barbarotti ermittelt …

PS: Hier mal zur Abwechslung eine Elster statt immer nur die schwarzen Raben(krähen) …

16. Oktober 2009 Rabenvögel auf dem Buchumschlag (2)

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Sobald man einmal angefangen hat, sich auf Rabenvögeln auf Buchcover zu achten, entdeckt man laufend neue. Hier eine ganze Reihe des russischen Fantasy-Autors Sergej Lukianenko dessen deutsche Übersetzungen bei Heyne erschienen sind.

Rabenvögel auf den Titelbildern der Bücher von Sergej Lukianenko

Rabenvögel auf den Titelbildern der Bücher von Sergej Lukianenko


13. Oktober 2009 Rabenvögel auf dem Buchumschlag (1)

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Buchumschlagillustratoren haben es schwer: Sie müssen ständig irgendwelche Bücher illustrieren, die sie kaum kennen, die sie nicht gelesen haben, weil ihnen die Zeit dazu fehlt oder die sie überhaupt nicht interessieren. Gleichzeitig stehen sie unter dem Druck, dass ihr Werk einen großen Teil dazu beitragen soll, dass sich das Buch gut verkauft. Hier werden in loser Folge immer wieder Bücher vorgestellt, die mit Rabenvögeln auf dem Umschlag werben.

Muttermilch von Edward St Aubyn

Muttermilch von Edward St Aubyn

Verlagstext:
Dieses schneidend witzige Porträt einer Familie verhalf Edward St Aubyn zum internationalen Durchbruch. Wie er die wechselnden Allianzen zwischen Eltern und Kindern, Männern und Frauen beschreibt, das ist schlichtweg brillant und steckt voll trauriger Wahrheit. Patrick ist ein von Versagensängsten und Existenznöten getriebener Familienvater, dessen Frau Mary zu allem Überfluss auch noch den Sex aufgegeben hat. Mary geht ganz in ihrer Mutterrolle auf und wird beinahe aufgefressen von der Sorge um die Kinder. Aber erst als Patricks eigene schreckliche Mutter sich entschließt, das Zuhause der Familie ihrem New-Age-Guru zu vermachen, zerreißt das Netz der falschen Hoffnungen endgültig. Kinder, Ehe, Ehebruch und Sterbehilfe – es sind die großen Themen, die St Aubyn mit Hilfe seiner strahlenden Prosa ohne Narkose seziert. Kein Zweifel: Für den, der von dieser Muttermilch getrunken hat, bekommt der Begriff »postnatale Depression« eine ganz neue Bedeutung …

Edward St Aubyn, Muttermilch. Dumont Buchverlag 2009