Eichelhäher

eichelhaeher_300Eichelhäher sind eindeutig die farbigsten Vertreter der Familie der Rabenvögel. Etwa taubengross, mit rötlich braunem Gesamteindruck, blau-schwarz gebänderten Flügeldecken, schwarzem Bartstreif, schwarzem Schwanz und weißem Bürzel sind sie sehr auffällig. Dennoch sieht man sie eher, nachdem sie sich mit mit einem lauten, heiseren Rätschen gemeldet haben.

Aber nicht immer ist es das Rätschen, das man hört, sondern oft auch Imitationen anderer Waldvögel, besonders vom Mäusebussard, aber auch von anderen Tieren. Zur Brutzeit ist er allerdings eher stumm.

Wie häufig bei Rabenvögeln ist auch der Eichelhäher ein Allesfresser: Insekten, kleine Wirbeltiere, Eier, Jungvögel, Sämereien, Nüsse, Beeren etc. Nahrungsüberschüsse werden das ganze Jahr über gehortet und versteckt. Im Herbst werden Eicheln oft als Nahrungsvorrat in Depots im Boden versteckt. Dazu sammelt der Vogel die Eicheln ein und trägt im Schlund bis zu 7 Eicheln von Versteck zu Versteck und vergräbt jeweils eine Eichel im Boden. Im Winter, wenn es nichts anderes zu fressen gibt, sucht er diese Verstecke wieder auf und kann sich von seinem Vorrat ernähren. Bei Versuchen hat man herausgefunden, dass Eichelhäher eine sehr exakte Landkarte in ihrem Kopf haben, die sie die Verstecke fast ausnahmslos wiederfinden lassen. Diese Depots werden nicht in jedem Winter immer gebraucht, weshalb dort die Eicheln austreiben können, was zur Verbreitung der Eichen beiträgt.

Eichelhäherfeder

Eichelhäherfeder

Vielfach wird der Eichelhäher als Nesträuber missverstanden, der zur Abnahme von Singvögeln beitragen würde. Auch wenn diese Befürchtung unbegründet ist, weil sich die Natur auch in diesem Fall selber reguliert, meinen viele Leute, hier eingreifen zu müssen: In der Schweiz sind im Jahr 2008 immerhin 4608 Eichelhäher geschossen worden (Quelle: Schweizerische Jagdstatistik).