Archiv für die Kategorie ‘Allgemeines’

13. April 2012 Mit Falken gegen die Krähen

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Japan scheint eine Krähenplage zu haben. Zumindest in gewissen Medien wurde das behauptet und in letzter Zeit wieder hervorgekramt. Ist jetzt schon saure Gurkenzeit? Wie dem auch sei, auch in Japan rätselt man, weshalb sich die Krähen in den letzten Jahren so stark vermehren konnten. Eine naheliegende Antwort scheint auch dort die steigende Menge des Abfalls zu sein. Immer mehr Müllsäcke mit Essensresten werden vor die Haustür gestellt, was für die Krähen ein reich gedeckter Tisch darstellt. Zudem ist es in den Städten meistens wärmer als auf dem Land und auch die natürlichen Feinde sind weniger häufig.

In verschiedenen Städten gehen die Behörden jetzt auf die Jagd nach den Krähen, versuchen sie in Fallen zu fangen oder ihre Nester zu zerstören. Doch genau wie in Europa auch scheinen alle Maßnahmen wenig zu fruchten. Die Krähen sind schlauer als gedacht und haben sogar angefangen, „falsche“ Nester zu bauen, um die Verfolger zu verwirren.

Eine wohl sinnvollere Methode wird in Takeo City angewendet. Dort werden die Krähenschwärme von einer Falknerin bei Bedarf verscheucht. Das Besondere daran: die Falknerin ist erst 17-jährig und geht noch zur Schule. Sie ist hübsch und macht einen guten Job: Ein gefundenes Fressen für Journalisten… Der folgende Videobericht ist natürlich auf Japanisch, aber dennoch gut verständlich!


bird von damasareta

Wer weitere Infos möchte, wird hier fündig:

17. August 2011 Raben auf Schloss Landshut

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Flyer zur Sonderausstellung

Noch bis zum 16. Oktober 2011 ist im Schloss Landshut in Utzenstorf, Kt. Bern, die kleine, aber sehenswerte Sonderausstellung «Raben – Schlaue Biester mit schlechtem Ruf» zu sehen. Diese Wanderausstellung, die von den Naturmuseen Olten und St. Gallen konzipiert wurde, war schon in verschiedenen Museen der Schweiz und in Deutschland zu sehen und macht jetzt Halt im Schweizer Museum für Wild und Jagd.
Im Dachgeschoss des Schlosses werden die zehn in der Schweiz heimischen Rabenvogel-Arten ausführlich portraitiert. Zudem sind verschiedene Exponate zu sehen, die sich mit der Lebensweise der Rabenvögel befassen und auch kulturgeschichtliche Aspekte beleuchten. Speziell wird auf das ambivalente Verhältnis der Menschen mit diesen Vögeln und die Gründe für unsere Konflikte mit ihnen hingewiesen. Eine im Museum erhältliche Broschüre fasst Fotos und Ausstellungstexte zusammen und ergänzt den Museumsbesuch.

Hier der Link zum Schloss Landshut mit allen relevanten Informationen

05. August 2011 Rabenvögel im Straßenmagazin

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Titelbild "Surprise"

Titelbild "Surprise"

Nicht gerade aktuell – ich weiß – aber dennoch der Hinweis auf eine ältere Ausgabe des Schweizer Straßenmagazins „Surprise“. Die Titelstory der Nummer 248/11 befasst sich mit den „Intelligenten Flugkünstlern“.

Hier kann man diesen Artikel online lesen.

27. Mai 2011 Dohlen-Webcam

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Dohlen-Webcam

Dohlen-Webcam

Jetzt kann man auch den Dohlen vom heimischen Rechner aus ins Nest schauen – gesetzt, man hat einen Internetanschluss. In einem der Nistkästen am Turm von Schloss Landshut hat das Schweizer Museum für Wild und Jagd, das dort seinen Sitz hat, eine Webcam installiert, mit der ein Dohlenpaar beim Brüten beobachtet werden kann. Die Jungen werden gegen Ende Juni/Anfangs Juli ausfliegen.

Die Vogelwarte Sempach schätzt den Bestand der Dohlen in der Schweiz auf 1100 bis 1200 Brutpaare. Als typischer Kulturfolger nutzt dieser Vogel häufig Hohlräume von Gebäuden. So auch rund ums Schloss Landshut, wo diese Art seit den 1970-er Jahren lebt.

Dohlen-Webcam im Schlussturm

14. April 2011 Rabenvögel auf Filmplakaten (2)

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Four Lions

Four Lions

Der Film «Four Lions» kommt jetzt in unsere Kinos. Diese … äh … rabenschwarze Kommödie beschreibt, wie vier in England lebende Dschihadisten ein Bombenattentat in London planen. Der schon 2010  erschienene Film von Chris Morris hat verschiedene Preise und Nominierungen erhalten, wurde aber auch wegen seines Themas kontrovers diskutiert.
Der folgende Text stammt von Wikipedia und erklärt auch gleich, weshalb auf dem Kinoplakat eine Krähe zu sehen ist:

 

«Der Film handelt von den jungen islamischen Freunden Omar, Waj, Faisal und Barry, wobei letzterer ein konvertierter Engländer ist. Sie leben in der englischen Stadt Sheffield und planen auf eigene Faust einen Schlag im Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen. Zu diesem Zweck besuchen sie ein Terrorcamp in Pakistan. Als Faisal, der versucht, Krähen als Selbstmordattentäter einzusetzen, bei einem Unfall mit Sprengstoff stirbt, wird er durch Hassan ersetzt. Der Film findet seinen Höhepunkt im Versuch der vier verbleibenden Gotteskrieger, sich beim London-Marathon in die Luft zu sprengen.»

Hier noch ein paar Links zum Film:

Offizielle Webseite
Ein Interview mit dem Regisseur und Satiriker Chris Morris

IMDb

25. Dezember 2010 Weihnachtsraben – von Rasputin, Otto und Rudi

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Der Weihnachtsrabe Rasputin

Der Weihnachtsrabe Rasputin

Aus reiner Neugier habe ich heute passend zum Tag eine kleine Anfrage an die große Suchmaschine gemacht und Erstaunliches gefunden. Gesucht hatte ich nach dem Stichwort Weihnachtsrabe und die Suchmaschine hat mir jede Menge Treffer geliefert: „Ungefähr 10’300 Ergebnisse (0.16 Sekunden)“. Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, überhaupt etwas zu finden, doch offenbar scheint die Kombination von Rabe und Weihnachten äußerst beliebt. Was gibts denn nun zu finden? Hier eine kleine Aufzählung ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ganz ohne Wertung:

Als erstes fand ich ein Kinderbilderbuch vom Weihnachtsraben Rasputin, der das Glück findet (von Isabel Abedi und Ana-Maria Weller, Ars Edition 2006 ). Diesen Titel hat denn auch die Suchmaschine am häufigsten gefunden. Dann gibts eine Geschichte von Otto dem Weihnachtsraben (von Alfred Komarek, Ernst Grissemann, und Eva Kellner, Astor Wien 1984). Weiter „Kurzgeschichten zur Weihnachtszeit und für den Rest des Jahres“ mit dem seltsam bekannten Titel „Der Weihnachtsrabe“ (von Frank-Olaf Kröseler, Shaker Media 2008). Auch ein Gesangsstück ist erhältlich, nämlich „Der Weihnachtsrabe von Benjamin Blümchen Liederzoo“. Online finden sich auch gleich mehrere Geschichten: Hier eine Erzählung von Silke Castor, eine Adventsgeschichte von Birgit Ebbert mit dem Titel „Corvo, der Weihnachtsrabe“ und ebenfalls eine Adventsgeschichte von Corvus Corax heidelbergensis.

Neben den literarischen Produkten gibt es allerlei anderes, das um die Gunst der Käufer buhlt: Frühstücksbrettchen als Teil eines Kaffee-Geschenkpakets, Weihnachtskarten, Weihnachtsdekor mit Lichterketten (mit Name Rudi) und vermutlich noch viel mehr.

Frohe Weihnachten!

21. November 2010 Les Jacasses – Fundstück aus Paris

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Les Jacasses, Paris

Les Jacasses, Paris

Es gibt nicht viele Wirtshausschilder mit Rabenvögeln – oder besser: Ich habe bisher noch nicht viele entdecken können. Auf der Seite „Rabenvögel in der Gastronomie“ findet sich eines aus Basel, im entsprechenden Blogeintrag eines aus Großbritannien. Das neuste Fundstück stammt aus Paris und ziert eine Lesbenbar im Marais mit Namen „Les Jacasses“. Der Name leitet sich vom französischen Verb jacasser ab, das sich auf das Schwatzen, Plappern, Schreien der Elster bezieht, die darum auch das Schild schmückt.

Link zum Facebook-Eintrag der Bar „Les Jacasses“

15. November 2010 Sieh auf zu den Sternen. Gib Acht auf die Gasse.

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Wilhelm Raabe gemalt von Wilhelm Immenkamp 1911

Wilhelm Raabe gemalt von Wilhelm Immenkamp 1911

Heute gibt es einen kleinen Exkurs in die deutsche Literaturgeschichte, denn heute jährt sich der Todestag von Wilhelm Raabe zum hundertsten Mal. Der deutsche Schriftsteller und Maler mit dem passenden Pseudonym Jakob Corvinus (* 8. September 1831 in Eschershausen; † 15. November 1910 in Braunschweig) war einer der wichtigsten Vertreter des sogenannten poetischen Realismus. Besonders bekannt wurde er für seine gesellschaftskritischen Erzählungen, Novellen und Romane.

25. September 2010 Und es wird weiter geschossen…

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Eidgenössische Jagdstatistik 2009

Screenshot der Eidgenössischen Jagdstatistik 2009

Passend zum vorangegangenen Artikel ein weiterer Beitrag zum Thema Jagd. Kürzlich wurden die neuesten Zahlen der eidgenössischen Jagdstatistik veröffentlicht. Auf der sehr interessanten Webseite wird fein säuberlich aufgezeichnet, was die Jäger in der Schweiz (offiziell) jedes Jahr zur Strecke gebracht haben. Uns interessiert vor allem der Abschnitt „Jagdbare Vögel“ und dort der Unterabschnitt „Rabenvögel“. Hier kann man nun nachlesen, dass im Jahr 2009 im Ganzen 15115 Rabenvögel geschossen wurden. Die größte Gruppe davon bilden die Rabenkrähen mit 10563 getöteten Vögeln, also mehr als zwei Dritteln. Auf Platz zwei dieser unrühmlichen Rangliste finden sich die Eichelhäher mit 2675, auf Platz drei dann die Elstern mit 1852 Tieren. Weitere Rabenvögel scheinen den Jägern nicht zum Opfer gefallen zu sein. Zählt man aber diese Zahlen zusammen, erhält man bloß 15090 Tiere. Es fehlen noch 25… Vor allem aber fällt auf, dass seit vier Jahren deutlich weniger Rabenvögel erlegt werden als in den Jahren zuvor. Zweitens finden sich keine Kolkraben in der Statistik für 2009, von denen doch ein Jahr zuvor noch 407 Tiere geschossen wurden. Hoffen wir, dass hier nicht noch Zahlen nachgeliefert werden.
Wenn man ein wenig auf dieser Webseite rumklickt und die verschiedenen Optionen ausprobiert, findet man noch etwas weiteres Interessantes: eine Statistik nach Kantonen. Unrühmliche Spitzenreiter in der Rabenvogelabschussrangliste sind die beiden Kantone Zürich und Aargau. Das Schlusslicht mit einer einzigen geschossenen Rabenkrähe bildet Basel-Stadt.

14. August 2010 Krähen in der Werbung zum Dritten

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Auch in Indien gibt es Kaugummis. Und auch in Indien muss ein solches Produkt unter die Leute gebracht werden, was am Besten mit Werbung geschieht. Hier also ein weiteres Beispiel, wie gut sich Rabenvögel für TV-Werbung eignen…